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Unser Zwergengarten ist von Montag bis Freitag von 7:30 bis 17:30 geöffnet.
Wir bieten eine flexible Form der Betreuung an ( Vormittage von 7:30-12:30, Nachmittage von 12:30-17:30 oder ganze Tage) und unser Angebot richtet sich an Berufstätige. Unsere Ferienzeiten sind mit zwei Wochen zu Weihnachten (durch die Feiertage werden aber keine vollen zwei Wochen Urlaub benötigt) und vier Wochen im Sommer ebenfalls auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern beziehungsweise Alleinerzieher/innen abgestimmt.
Am Vormittag sind bei uns (maximal) 16 Kinder im Zwergengarten, die wir immer zu viert begleiten (teils sind noch zusätzlich Praktikant(inn)en bei uns in der Einrichtung).
Eigentlich sind es zwei Gruppen zu jeweils acht Kindern, die wir aber gemeinsam führen, um unseren Schwerpunkt „Sport und Bewegung“ unter idealen Vorraussetzungen (Möglichkeit, die Gruppe für Aktivitäten außer Haus zu teilen) umsetzen zu können.
Am Nachmittag betreuen wir bis zu acht Kinder zu zweit.
Aufnahmekriterien...
- „Unsere Zwerge“ sind zwischen ein und vier Jahre alt (Vorraussetzung für die „Großen“ ist, dass die Kinder erst nach dem 31. August des beginnenden Zwergengartenjahres ihren vierten Geburtstag haben).
- Berufstätigkeit des/der Erziehungsberechtigten
- Verfügbarkeit freier Plätze
Welche Einflüsse uns bewegen...
Wir sind eine Kleinkindbetreuung, in der ausgebildete, zertifizierte Bewegungspädagoginnen arbeiten und die somit auch vom Land Vorarlberg aus offiziell als Bewegungsbetreuung geführt werden darf.
Das heißt, dass bei uns der Schwerpunkt im Bereich der sportlichen Betätigungsfelder und der Bewegungsentwicklung liegt.
(Kleine) Kinder lernen über ihre Sinneswahrnehmungen und diese sind nur möglich, wenn das Kind selbst tätig und in Bewegung ist.
Die Kinder finden bei uns eine Umgebung vor, die so vorbereitet ist, dass sie vielfältige Sinnes- und Bewegungserfahrungen machen können.
Durch diese Erfahrungen finden im Gehirn Vernetzungen statt, die sich auf alle anderen Bereiche übertragen (ein Kind, das sich im Kreis dreht, fördert nicht nur sein Gleichgewicht, sondern entwickelt auch gleichzeitig ein Raum-Lagen-Verständnis, ein Kind, das von Reifen zu Reifen springt, erfasst spielerisch Mengen,...).
Hinzu kommt, dass wir in dieser Umgebung immer wieder Veränderungen vornehmen ( z.B. eine Bewegungslandschaft aufbauen, neue Materialien ins Spiel bringen) und auch für die Kinder, die möchten, Angebote machen (beispielsweise Bewegungsspiele, Schwungtuchspiele, Kreisspiele).
Wir bieten auch Bewegungsangebote außer Haus an wie:
- Wassergewöhnungstage
- Wald- und Outdoortage
- Klettern (Kletterhalle)
- Eislaufen
Es werden auch zusätzliche Sportangebote gemacht (u.a. Projekttage, teils auch mit externen Fachkräften, Skikurs für die „Großen“).
Es ist jedoch wichtig an dieser Stelle zu erwähnen, dass wir nicht darauf ausgerichtet sind, die Kinder zu Leistungssportlern zu machen, wir möchten in erster Linie der angeborenen Freude an der Bewegung genüge tun und Raum bieten, den Kindern Möglichkeiten aufzeigen (der eine oder andere entdeckt vielleicht eine Sportart, die ihm gefällt) und sie in ihrer Gesamtentwicklung unterstützen.
Bei uns ist der Weg das Ziel!
Was natürlich auch zu unserem Schwerpunkt gehört, ist die Erhaltung und Unterstützung der Gesundheit und der körperlichen Entwicklung, weshalb wir ganz bewusst auf die Ernährung der Kinder achten und uns auch die Werteerziehung (achtsamer Umgang mit Lebewesen, Lebensmitteln, sich selbst) sehr am Herzen liegt.
Wir haben bereits kurz die vorbereitete Umgebung als Grundvoraussetzung genannt.
Diese hat ihren Stellenwert jedoch nicht nur im sportlichen Betätigungsfeld, sondern auch in der Gestaltung des Spielraums und der pädagogischen Arbeit.
Wir haben uns bewusst und aus jahrelanger Erfahrung heraus dafür entschieden, die Grundgedanken und Haltungen Maria Montessoris in unsere Arbeit
mit einzubeziehen, die den Begriff „vorbereitete Umgebung “geprägt hat. Das heißt in diesem Zusammenhang einmal mehr, dass wir den Raum so gestalten, dass die Kinder darin das (Material) finden, das sie benötigen und dass dieses so dargeboten wird, dass die Kinder so gut und so viel als nur möglich selbst tätig werden können.
Wir bieten spezielles Sinnesmaterial an (das von M. Montessori entwickelt bzw. in den Bereich der Begleitung von Kindern übernommen wurde), Übungen des täglichen Lebens (Wasser einschenken, Verschlussübungen,...) und auch Materialien aus dem naturwissenschaftlichen Bereich.
Noch wichtiger als das Materialangebot ist die Grundhaltung, mit der wir den Kindern begegnen.
Wir begleiten jedes Kind mit dem höchstmöglichen Maß an Respekt und Wertschätzung, nehmen es in seiner Einzigartigkeit wahr und ernst und versuchen ihm das zu geben, was es braucht (nicht das, was WIR für nötig halten).
Bei uns erleben die Kinder Autonomie und Selbstbestimmung, was jedoch nicht heißt, dass bei all der Freiheit keine Grenzen vorhanden sind.
Die Kinder benötigen einen klaren Rahmen, um den Halt nicht zu verlieren, sie brauchen Grenzen, um sich selbst und andere wahrnehmen zu können (ohne Grenzen ist ein Miteinander und Nebeneinander und die Gewährleistung einer schönen, anregenden Umwelt unmöglich).
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass wir in der Entwicklung jedes Kindes darauf vertrauen, dass es seinen eigenen Bauplan hat und selbst weiß, was es für seine Entwicklung braucht und es unsere Aufgabe ist seine Lernfenster (sensible Phasen) wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
Beispielsweise hat jedes Kind eine Phase, in der es alles Mögliche dazu verwendet, um es hin- und herzuschütten, unsere Aufgabe besteht hier darin, den passenden Rahmen zu bieten (z.B. ein Tablett mit zwei Gläsern, die mit Bohnen gefüllt sind), das heißt aber auch, dass wir dem Kind auch die Grenze setzen können, nicht die Getränke am Familientisch auszuschütten.
Wie wir die Kinder begleiten...
- Wir begleiten jedes Kind gleichwertig und mit dem größtmöglichen Respekt für seine Bedürfnisse, Gefühle und Entwicklung.
- Wenn wir mit einem Kind sprechen begeben wir uns selbstverständlich auch körperlich auf seine Ebene (wir knien zu ihm hin).
- Wir setzen dem Kind liebevoll aber klar Grenzen und sind dabei auch konsequent (die Kinder müssen sich auf unser „Nein“ genauso verlassen können wie auf das „Ja“).
- Wir versuchen dem Kind Sicherheit zu geben, denn je sicherer es sich fühlt, umso neugieriger kann es sein.
- Wir versuchen das Kind nach Möglichkeit selbst Lösungen finden zu lassen oder suchen mit ihm gemeinsam danach (unsere Ideen müssen nicht die einzig richtigen bzw. die besten sein) und lassen das Kind auch angemessene Risiken eingehen (z.B. beim Klettern, Wasser einschenken). Es gilt der Leitsatz : HILF MIR ES SELBST ZU TUN. Wenn die Kinder etwas selbst schaffen, so macht sie das stark und schafft Selbstvertrauen.
- Wir lassen die Kinder ihre Umgebung/das Tagesgeschehen aktiv mitgestalten.
- Wir bereiten die Umgebung für die Kinder so vor, dass ein Kind sich darin wohl- und zurechtfindet und möglichst alles vorfindet, was es braucht (wenn wir bemerken, dass ein Kind etwas anderes braucht, so bemühen wir uns darum).
- Wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen- DIE KINDER SOLLEN WACHSEN DÜRFEN UND NICHT GROSSGEZOGEN WERDEN. Denn jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich in jedem Bereich.
- Wir sorgen dafür, dass den Grundbedürfnissen jedes Kindes genüge getan wird (Ruhe/Schlaf, Nahrung, Zuwendung, Körperpflege).
- Wir begleiten unsere (pflegerischen) Tätigkeiten stets mit Worten, um dem Kind Sicherheit zu vermitteln und achten dabei auf sein „Tempo“ („LASS MIR ZEIT“) und seine Reaktionen, um zu gewährleisten, dass ein aktiver und für das Kind respektvoller Prozess möglich ist (das Kind hilft beim Wickeln selbst mit, wenn wir auf seine Reaktionen achten und auf seine Mithilfe warten, wird ein liebevoller Austausch möglich und das Kind wird nicht „überrumpelt“).
- Wir versuchen der Kreativität der Kinder Raum zu geben, damit sie ihr Erlebtes und ihre Gedanken zum Ausdruck bringen können.
- Es ist unsere Aufgabe, die Umgebung der Kinder sauber und sicher zu gestalten und zu erhalten.
- Wir versuchen, unser Verhalten/unsere Arbeitsweise, die Angebote und das Material immer wieder kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls gemeinsam Verbesserungs- bzw. Veränderungsmaßnahmen durchzuführen.
- Die Eltern sind die Experten ihres Kindes, wir wertschätzen und berücksichtigen deshalb ihre Aussagen, Wünsche, Anregungen.
- Tür- und Angelgespräche sind ebenso wichtig wie der Austausch bei Elternabenden und Elterngesprächen.
- Wir sind ständig im Dialog untereinander um eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Betreuung zu bieten.
Welche Regeln für die Kinder ein entspanntes Miteinander möglich machen...
- Wir gehen sorgsam mit dem Material, Nahrungsmitteln und allen Lebewesen um.
- Wir respektieren die Grenzen der anderen Kinder ( nichts kaputt machen, nicht weh tun, keine Sachen wegnehmen, ein „Nein“ akzeptieren können).
- Wenn wir Sachen mit in den Zwergengarten bringen, dann dürfen sie alle verwenden (Ausnahmen sind besondere Dinge wie z.B. Schnuffeltücher, das Schlafkuscheltier, Schnuller). Wir können die Sachen natürlich jederzeit auch in unsere Eigentumskiste legen, dort hat niemand sonst „Zugang“.
- Mit der Jause bleiben wir am Tisch sitzen, wir können aber entscheiden, wie lange bzw. wie oft wir essen.
- Wir dürfen selbst entscheiden, ob wir bei den Angeboten (Morgenkreis,...) mitmachen wollen.
- Manche Sachen haben einen bestimmten Platz, sie bleiben in ihrem Bereich und werden auch nicht zweckentfremdet (z.B. wird der Globus nicht als Fußball verwendet,...).
- Wir versuchen unsere Sachen sofern möglich selbst aufzuräumen (natürlich jederzeit mit Hilfe).
- Wenn wir in einen anderen Raum gehen, teilen wir uns das gegenseitig mit (sofern das Kind bereits dazu im Stande ist).
- Wir dürfen unsere Konflikte selbst lösen, aber wenn nötig steht uns jemand zur Seite, damit niemand „verletzt“ wird.
Wie unsere gesamte Arbeit werden auch die Regeln immer wieder hinterfragt, verändert und ergänzt...
Wie wichtig bei uns die Eltern sind...
- Die Eltern kennen ihr Kind am Besten und können uns nicht nur in der Anfangszeit immer wieder wertvolle Informationen, Anregungen und Hinweise zu den Vorlieben, Gewohnheiten,... ihres Kindes geben.
- Speziell in der Eingewöhnungszeit sind wir auf die aktive Mithilfe der Eltern angewiesen (sich Zeit nehmen, Vertrauen fassen und loslassen).
- Durch den ständigen Austausch können wir uns gegenseitig ergänzen und optimal auf die Bedürfnisse und die Entwicklung der Kinder eingehen.
- Wir machen immer wieder gemeinsame Aktivitäten und Feste, bei denen wir uns über das Mitwirken und die Mithilfe der Eltern freuen.
- Bei uns sind die Eltern herzlich eingeladen, uns auch einmal bei Aktivitäten außer Haus zu begleiten.
- Wir sind auch gerne Bindeglied für andere Institutionen und beraten die Eltern bei diversen Anliegen (z.B. AKS-Besuch, Kindergarteneintritt).
- Wir nehmen Bedürfnisse und Interessen jedes einzelnen Kindes ganz bewusst wahr und es werden auch für jedes Kind Angebote gemacht, die den aktuellen Interessen Raum geben. Die Dokumentation der Beobachtung und der individuellen Angebote werden für die Eltern bei persönlichen Gesprächen (mit Foto/Videos) transparent gemacht. Wichtig ist zu sagen, dass unsere Beobachtungen wertfrei und mit positivem Blick statt finden (es geht nicht darum, was/ob das Kind etwas noch nicht kann, sondern darum, was für es im Moment wichtig ist und wie wir dem daraus resultierenden Bedürfnissen gerecht werden können). Mit der Unterstützung der Eltern können so spezielle Interessen weiter unterstützt werden und das Kind so in seiner Individualität bestärkt werden.
Ein Tag bei uns im Zwergengarten Markt...
- Von 7:30 bis 9:00 werden die Kinder gebracht, bei besonderen Gegebenheiten auch später in Absprache mit uns, wegen der Aktivitäten außer Haus).
- Um etwa 9:00 bieten wir für die Kinder einen Morgenkreis an, in dem wir verschiedene Angebote (Lieder, Spiele,...) machen und Aktuelles, Regeln, geplante Aktivitäten, etc. besprechen.
- Ab 9:00 ist auch unser Jausebuffet am Frühstückstisch gerichtet. Die Kinder dürfen aktiv bei der Zubereitung helfen und haben jederzeit (bis etwa 11:00 wegen des Mittagessens) die Möglichkeit, ihrem Bedürfnis nach Nahrung nachzukommen. Damit wir den Überblick darüber behalten, ob alle Kinder gegessen haben, haben wir eine Liste zur Kontrolle (diese dient auch der Verrechnung, die Jause kostet 80 Cent pro Halbtag).
- Bei uns wird sehr viel Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt und die Zusammenstellung des Essens erfolgt durch eine diplomierte Kindergesundheitstrainerin, die bei uns im Team arbeitet.
- Sportangebote außer Haus (je nach Aktivität von ca. 9:00-11:30):
- Wassergewöhnung im Hallenbad (im Sommer an der Ach)
- Klettern in der Kletterhalle (Boulderhalle)< /li>
- Wald- und Outdoortage< /li>
- Schlittschuhfahren, Skikurs (für die „Größeren“)
- Sportprojekte
- Diese Aktivitäten werden immer mit einem Teil der Gruppe durchgeführt (natürlich achten wir darauf, dass alle Kinder dazu kommen, das Angebot zu nützen)
- Für die Kinder, die nicht außer Haus sind, werden im Zwergengarten verschiedene Angebote gemacht ( z.B. Kreativangebote, Singen, Sinnesspiele,...) und natürlich haben wir im Haus einen Bewegungsraum, den wir für Bewegungsbaustellen, Spiele,... nützen können.
- Die Kinder, die nicht bei uns zu Mittag essen, werden bis 11:30 abgeholt. Wir bieten das Mittagessen für einen Betrag von 3 Euro an, es wird teils selbst zubereitet und teils kommt es von der Fachhochschule Dornbirn
- Wir bieten den ganzen Tag individuelle Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten an, aber am Mittag wird natürlich speziell darauf geachtet, dass für die Kinder eine erholsame Atmosphäre geschaffen wird (kuscheln, Geschichten erzählen im Ruheraum)
- Ab 12:30 startet der Nachmittagsbetrieb. Am Nachmittag werden die Angebote vom Vormittag wiederholt/ergänzt , es werden Bewegungsangebote und Ausflüge gemacht. Wir schließen um 17:30. Danach werden die Räume gereinigt und für den nächsten Tag vorbereitet.
Das Jahr im Zwergengarten...
Wir versuchen mit den Kindern bewusst die Veränderungen in der Natur während des Jahres wahrzunehmen, zu erleben und auch ihre eigenen Veränderungen, Interessen und Vorstellungen zu berücksichtigen.
Daraus entsteht unsere Planung, in der wir Ideen (Lieder, Bastelangebote, Sinnesspiele,...) sammeln und daraus einen Rahmen für den Zwergengartenalltag erstellen.
Um die Verschiedenheit; Kultur und Religion der Kinder und Familien respektieren zu können bieten wir zwar die Möglichkeit, Traditionen und Bräuche kennen zu lernen (wir feiern Fasching, bei uns kommt auch der Nikolaus), bauen diese Angebote jedoch so auf, dass sie sich auf Grundwerte (teilen, miteinander Zeit verbringen, füreinander da sein) beziehen und nicht auf eine bestimmte Religion. Das (Er-) leben einer religiösen Ausrichtung und die Intensität dieser möchten wir somit gerne in die Hand jeder einzelnen Familie legen.
Die Familien erhalten im Rhythmus von ca. drei Monaten das „Zwergablättle“, in dem sie die Lieder, Fingerspiele und andere Ideen vorfinden.
Wir hoffen, dass wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit geben konnten und wenn Sie neugierig bzw. noch neugieriger geworden sind, können Sie gerne einen Besichtigungstermin mit uns vereinbaren (Daten siehe „Kontakt“)


